Studie „Spend to Save“

Die tatsächlichen Kosten des Hörverlustes bei Erwachsenen

Die Euro CIU hat eine Studie der Ear Foundation veröffentlicht. Reinhard Zille (BayCIV) fasst die Erkenntnisse zusammen:

Die sozialen und finanziellen Auswirkungen des Hörverlusts im Erwachsenenalter sind wenig erforscht. Hörverlust geht einher mit höherer Arbeitslosigkeit, schlechter Gesundheit, Depression, Demenz und erhöhter Mortalität. Er beeinflusst den Lebensbereich der betroffenen Menschen und deren soziales Umfeld.

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CIV-BaWü gewinnt Selbsthilfepreis der DCIG 2017

Die DCIG vergibt jährlich den Selbsthilfepreis für Projekte der Regionalverbände, die sich durch einen besonderen Charakter auszeichnen. In diesem Jahr hat sich der CIV-BaWü mit dem im April erstmals durchgeführten Seminar für junge Hörgeschädigte beworben.

Auf der Vorstandssitzung der DCIG am vergangenen Wochenende in Kassel wurde das Projekt noch einmal neben anderen Bewerbungen vorgestellt und schließlich über die eingereichten Projekte abgestimmt – und der CIV-BaWü hat die Wahl gewonnen! Damit sind wir zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte Träger dieses Selbsthilfepreises.

Vielen Dank für diese Auszeichnung!

Der Preis wird voraussichtlich auf der Fachtagung der DCIG in Hamburg im Mai 2018 verliehen (https://dcig.de/informationen/fachtagung-2018)

Auszug aus der Bewerbungspräsentation:

Die Junge Selbsthilfe ist regional in BaWü angekommen und es ist gelungen, junge hörgeschädigte Menschen zu vernetzen, auch diejenigen Teilnehmer, die zuvor keinen oder kaum Kontakt zu anderen Betroffenen hatten.
Der Selbsthilfegedanke wurde im Austausch mit anderen intensiv gelebt: Vielen war die Erkenntnis neu, dass es noch andere mit denselben Probleme gibt und man mit ihnen darüber reden kann. Der unterschiedliche Hör- und Kommunikationsstatus spielte dabei keine Rolle.
Zu erkennen war, dass alle sich in der Gemeinschaft wohl gefühlt haben, was insbesondere durch die gemeinsame Outdoor-Aktion, das Gebärdenlied und das gemeinsame Kochen verstärkt wurde. Für uns Betreuer war es ein tolles Erlebnis zu sehen, wie in kürzester Zeit aus zu Beginn noch unsicheren und zurückhaltenden Menschen fröhliche und kommunikative Menschen werden, die sich in dieser Gemeinschaft wohl fühlen – egal mit welchem Hörstatus und mit welcher Hörbiographie. Das ist genau das, was wir auch auf jeder Blogwerkstatt erleben.
Die Teilnehmer sind heute noch in Kontakt über WhatsApp.

CIV-BaWü e.V.
Team Junge Selbsthilfe

Hier geht es zum Beitrag über das Seminar, weitere Informationen finden Sie auch im CIVrund 54.

Wie wird’s verständlich? – Seminar für junge Erwachsene

Informationen zum Selbsthilfepreis der DCIG:

https://dcig.de/selbsthilfe/selbsthilfepreis

 

 

Das Freiburger Münster – Schulbuch des Mittelalters

Das Tympanon in der Vorhalle des Münsters – die Botschaft der Heilsgeschichte –

Was bedeutet 3 x 4? Naja, 12 – oder?

Nein, was bedeutet das, fragte Ulrike Berger bei der Münsterführung für die SHG Freiburg am. 8. April. Sie erklärte anschaulich, wie am Münster im Mittelalter Mathematik gelehrt wurde. Warum die Südseite des Münsters 4-geteilte Fenster, die Nordseite 3-geteilte Fenster hat und was das mit dem Kirchenrecht zu tun hat. Das Rätsel der 14 Säulen des Freiburger Münsters wurde ebenso gelöst und auch die Frage, was das mit dem Vogelnest auf so manchen Kreuzigungsgruppen auf sich hat – mittelalterliche Biologie im Spiegel der Heilsgeschichte.

 

 

Zwei Stunden vergingen wie im Flug – und völlig hörstressfrei, da eine FM-Anlage genutzt wurde. „So gut habe ich mit meinem CI noch nie verstanden“, meinte eine Teilnehmerin hinterher, als sich die Gruppe noch bei Kaffee und Kuchen nebenan stärkte.

Und gleich wurde eine neue barrierefreie Führung für 2018 beschlossen.

Am historischen Kaufhaus war der Beginn: eine Einführung in mittelalterliche Zahlenmystik

Bauweise des Münsters: Von der Romanik bis zur Spätgotik

Dank FM-Anlage konnten auch innen im Münster alle perfekt verstehen, ohne dass laut gesprochen werden musste

Zum Schluss noch ein paar Anekdoten auf dem ehemaligen Friedhof …

… dann hatten wir uns alle die Kaffeepause redlich verdient!